Ratgeber

          Grippeinfektion

            Informationen und Tipps, damit Sie sich nicht anstecken

 

Vorwort

Dieser Ratgeber soll Ihnen helfen mit richtigem Verhalten Ihr persönliches  Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten.

Wenn demnächst ein Impfstoff  gegen A/H1N1 zur Verfügung  steht sollten Sie sich in jedem Fall impfen lassen. Das ersetzt

aber nicht umsichtiges Verhalten, denn Sie können trotzdem erkranken wenn das Virus sich verändert und somit kein

Impfschutz mehr gegeben ist.

Mit wenigen Maßnahmen können Sie das eigene Infektionsrisiko minimieren und wenn Sie sich schon angesteckt haben

Ihre Familienangehörigen und andere vor Ansteckung bewahren.

Für die Ansteckung mit Grippeviren, auch denen der „Schweinegrippe A/H1N1“  Ist hauptsächlich die Tröpfchenübertragung

verantwortlich. Das Virus kann aber auch über  Schleimhäute in den Körper gelangen, wenn Sie Gegenstände anfassen auf

denen das Virus ist und mit den Händen Augen, Mund oder Nase berühren.

Überall  wo Menschen zusammenkommen, ist im Prinzip die Möglichkeit gegeben, dass Viren übertragen werden. Dies gilt

insbesondere dort, wo kranke Menschen aufeinandertreffen, wie beispielsweise in Arztpraxen, Krankenhäusern und Kliniken.

Da das Virus auch 20 Minuten und mehr auf Gegenständen überlebt, zum Beispiel auf Aufzugsknöpfen, die gerade angeniest

wurden oder Geldscheinen, ist es für Sie besonders wichtig Verhaltensregeln einzuhalten.

Ihrer Gesundheit zuliebe

 

Die Schweinegrippe und Ihre Symptome

Plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl -     Fieber  ≥ 38  °C oder Schüttelfrost-     Schnupfen oder verstopfte Nase-     Halsschmerzen-   

 Husten oder Atemnot -     Muskel-, Glieder- und/ oder Kopfschmerzen. Bei mehr als 25% der Infektionen treten  Durchfälle und

Erbrechen auf.

 

 Wie verhalte ich mich, wenn ich krank bin und die Symptome habe

-          Arztbesuch

Gehen Sie nicht von sich aus zum Arzt oder ins Krankenhaus. Rufen Sie zunächst den Arzt  oder das Krankenhaus an um dort

entscheiden zu lassen ob ggf. ein Hausbesuch stattfindet.

-          Familienangehörige

Familienangehörige schützen Sie durch eigenes umsichtiges Verhalten.  Benutzen Sie Einmaltaschentücher, die Sie sofort nach Gebrauch

entsorgen. Vermeiden Sie es in die Handfläche zu niesen oder zu husten, nehmen Sie die Armbeuge.

Verzichten Sie auf engen Kontakt, Händeschütteln, Küßchen etc. Verwenden Sie eigene Handtücher und ein antivirales Desinfektionsmittel

mit dem Sie alles abwischen was Sie benutzt oder angefasst haben.

Ihre Familienangehörigen sollten während Ihrer Pflege einen Mundschutz tragen und nach jedem Kontakt mit Ihnen die Hände gründlich waschen.

Alle gemeinsam genutzten Gegenstände sollten nach Gebrauch gründlich gereinigt werden. Dazu gehören auch, unter anderem Türklinken.

-          Einkäufe

Sie sind alleinstehend. Wenn Sie nicht ausreichend Nahrungsmittel und Getränke zu Hause haben bitten Sie Bekannte oder Verwandte  die

notwendigen Einkäufe für Sie zu erledigen.

-          Versorgung von Haustieren

Geben Sie Ihre Haustiere für den Genesungszeitraum ca. 10-14 Tage in Pflege. Ist das nicht möglich bitten Sie Verwandte oder Bekannte die

Tiere auszuführen.

-          Kontakte

Bei allen Kontakten gilt im wesentlichen das im Kapitel Angehörige gesagte.

-          Im Urlaub

Erkranken Sie im Urlaub, etwa im Ausland, sollten Sie in jedem Fall ärztliche Hilfe anfordern. Auskunft, wer zuständig ist, erhalten Sie an

Hotelrezeptionen. Sie erfahren auch die Adressen/Telefonnummern in örtlichen Zeitungen. Im Ausland können Sie auch das nächste

deutsche Konsulat anrufen und sich beraten lassen.

Treten Sie auf keinen Fall ohne ärztliche Genehmigung die Rückreise an. Ist bei Ihnen die Erkrankung festgestellt und Sie reisen trotzdem

und stecken zum Beispiel im Flugzeug jemanden an kann Ihnen Schadenersatz und ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Körperverletzung

drohen.

 

Was kann ich machen um mich zu schützen

-         Tröpfcheninfektion und Schleimhäute

Die Tröpfcheninfektion ist eine Infektion, die über die Atemwege übertragen wird. Zum Beispiel niesen oder husten in unmittelbarer Nähe

(bis zu 4m). Allerdings kann das Virus auch über Schleimhäute in den Körper gelangen. Da das Virus geraume Zeit auf Gegenständen überlebt

können Sie sich anstecken, wenn Sie einen Aufzugknopf betätigen der kontaminiert ist, sich in Bus oder Bahn festhalten, wo gerade geniest

oder gehustet wurde und der Virus auf Ihrer Hand  in Auge, Mund  - oder Nase  gelangt.

-          Was Sie nicht tun sollten

Unterlassen Sie das Händeschütteln und das Begrüßungsküßchen auf die Wangen. Auch wenn das in vielen Ländern üblich ist, wird in der

derzeitigen Situation jeder für die Distanz Verständnis haben.

-          Bus und Bahn

Viele sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Vermeiden Sie soweit möglich Haltegriffe, Haltestangen etc. anzufassen. Benutzen Sie

bei längeren Fahrten antivirale Desinfektionsmittel. Berühren Sie nicht Ihre Gesichtspartien mit den Händen, bevor Sie sich vorher gründlich

die Hände gewaschen haben.

-          Flughafen, im Flugzeug

Halten Sie auf Flughäfen Abstand zu Reisenden. Auch beim Einchecken ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 2 Metern sinnvoll. Sie

kommen trotzdem mit. Benutzen Sie beim Flug antivirale Desinfektionsmittel. Berühren Sie nicht Ihre Gesichtspartien mit den Händen, bevor

Sie sich gründlich die Hände gewaschen haben. Stellen Sie bei einem Mitreisenden grippale Erscheinungen fest verständigen Sie das

Bordpersonal.

-          Veranstaltungen

Meiden Sie Massenveranstaltungen. Dort im Gedränge ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Verzichten Sie auf Discos zum

Abfeiern im Urlaub.

-          Einkäufe

Ändern Sie vorübergehend Ihr Einkaufsverhalten. Kaufen Sie zum Beispiel einmal die Woche für fünf Tage ein statt jeden Tag. So

reduzieren Sie die Ansteckungsgefahr dort um ein Fünffaches.

-         Hygiene, allgemein

            Händereinigen, besonders nach Kontakt mit erkrankten oder möglicherweise erkrankten Personen, aber auch nach der Benutzung

            öffentlicher Verkehrsmittel, öffentlicher Toiletten etc.

Händedesinfektion mit antiviralen Desinfektionsmitteln. Sie erhalten diese Mittel und die Beratung dazu in der Apotheke.

Handtücher, Waschlappen, Bettwäsche von Erkrankten nicht mitbenutzen

            Alle Kontaktstellen zum Beispiel: Türgriffe, Waschbecken, etc. mit desinfizierenden Einmaltüchern abwischen.

-    Hygiene für unterwegs

Desinfizierende Einmaltücher verwenden und regelmäßig die Hände reinigen. Vermeiden Sie vor der Reinigung oder dem

intensiven Händewaschen den Gesichtskontakt mit Ihren Händen.  

Vorsorge für den Ernstfall

-          Vorräte

Falls Sie erkranken wird Ihr Arzt und die Gesundheitsbehörde Sie bitten bis zur Gesundung das Haus nicht mehr zu verlassen.

Es empfiehlt sich also für den Eventualfall Vorräte im Haus zu haben. Decken Sie sich  für 14 Tage mit Lebensmitteln und

Getränken ein.

-          Hygienematerial

In jedem Haushalt gehören zur Vorsorge antivirale Desinfektionsmittel, desinfizierende Einmaltücher, Einmalhandschuhe und

Gesichtsmasken.

-          Ansprechpartner

Ihr Hausarzt, Ihre Apotheke, auf Reisen die örtlichen Ärzte, Krankenhäuser, das zuständige Konsulat.

 

Wo kann ich mich informieren

-          Presse

Verfolgen Sie die Tagespresse regelmäßig und halten Sie sich über die Entwicklung der Schweinegrippe auf dem Laufenden.

-          Andere Veröffentlichungen

Im Internet:                   http://www.vsspanien.de/vs-meldung.html

Die Seite wird, sowie neue Zahlen der Gesundheitsbehörden vorliegen, meist täglich aktualisiert.

Sie enthält weiterführende Links über die Sie sich international, länderspezifisch, über den Stand der Infektionsrate informieren

können.

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