Ratgeber

            

Schweinegrippe und Immunsystem

© Günter Jursch (www.jursch.eu)

 

Das menschliche Immunsystem kann Grippe, also auch die Schweinegrippe, erfolgreich bekämpfen. Bei einer sehr guten Immunreaktion kommt die Grippe gar nicht deutlich zum Ausbruch, die Betroffenen merken nichts von der Infektion. Das war auch bei den ganz großen Epidemien so. Es gab auch bei der schlimmsten Pest immer Überlebende, die gar nicht spürbar krank geworden waren.

 

Ein sehr gutes Immunsystem heißt auch, dass die befallene Person fit ist, das heißt körperlich und seelisch widerstandsfähig. Ein Beispiel vom Ende des ersten Weltkrieges: Die Deutschen Truppen in Ostafrika hatten noch Geräte, Munition und sonstiges Material bis Mitte 1919, konnten sich bis zu diesem Zeitpunkt verteidigen und die Engländer angreifen. Durch die Kapitulation der Reichsregierung bekamen sie aber bereits 1918 den Befehl, sich den Engländern zu ergeben. Als Gefangene wurden sie fair behandelt, die Verpflegung war gut, die deutschen Offiziere bekamen von den Siegern auch einen schwarzen Boy zur Verfügung gestellt. Als die Grippewelle in Ostafrika ankam, starben daran rund 12% der britischen Offiziere, aber über 50% der deutschen Offiziere. Das seelische Tief der deutschen Offiziere nach der Kapitulation des Deutschen Reiches trug offenbar zu der geringeren Abwehrkraft bei.

 

Eine Immunschwäche kann auch bei alten Menschen und chronisch Kranken dazu führen, dass eine Grippe tödlich verläuft. Deshalb ist Vorbeugung sinnvoll. In einer Information über ein Grippemittel heißt es: "Durch eine Impfung soll die Ausbreitung der Viren verhindert werden. Das menschliche Immunsystem kann die Viren nun wirksamer bekämpfen. Die Krankheitsdauer wird verkürzt und die Beschwerden und Symptome der Grippe verlaufen milder."

 

Das menschliche Immunsystem ist nicht in einem Organ konzentriert, sondern besteht aus Einheiten, die sich in der Darmschleimhaut, in den Blutgefäßen, im Knochenmark, in der Thymusdrüse, in den Mandeln, im Wurmfortsatz des Blinddarms, in den Lymphknoten usw. befinden. Die Funktion des Immunsystems ist in erster Linie, eingedrungene Krankheitserreger zu beseitigen wie Bakterien, Parasiten, Pilze, Pilzsporen, schädliche Einzeller und Viren. Außerdem werden Körperzellen beseitigt, die ihre Funktion nicht mehr erfüllen können, beispielsweise, weil sie überaltert sind oder durch Verbrennung oder Quetschung usw. zu sehr geschädigt sind. Wie sogenannte Spontanheilungen zeigen, werden unter günstigen Umständen offenbar auch Krebszellen und Zellen sogenannter gutartiger Geschwülste beseitigt.

 

Im Falle einer Epidemie kann das Immunsystem unterstützt werden, und zwar entweder

spezifisch oder generell

 

Eine spezifische Unterstützung sind beispielsweise Impfungen. Hier also die Unterstützung für den Kampf gegen bestimmte Viren. Das soll mit Hilfe der jetzt in Frage stehenden Impfungen geschehen. Dabei würde die Vermehrung der Grippeviren gebremst, so dass ein einigermaßen funktionierendes Immunsystem leichter mit den verhältnismäßig wenigen Erregern fertig wird.

 

Eine generelle Unterstützung wäre anders. Hier würde die Fitness des Immunsystems gegen alle Arten von Erregern erhöht werden, vergleichbar mit der Alarmsituation einer Polizei, also wenn ein Alarm ausgelöst wird, ohne genau zu wissen, wer der Feind ist. Beim menschlichen Immunsystem kann das eine Reizung sein, die durch ein relativ harmloses Gift in einer begrenzten Menge ausgelöst wird. Hier sind Präparate mit dem Extrakt der hübschen Blume Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) geeignet, einem Mittel, das schon vor langer Zeit von indianischen Heilern verwendet wurde, heutzutage auch in Europa oft eingesetzt wird. Außerdem müssen Nährstoffe für das Immunsystem zur Verfügung stehen, besonders Vitamin C. Dieses Vitamin wird von Körper schnell abgebaut, so dass es nicht sinnvoll ist, große Dosen zu nehmen, sondern kleine Dosen In Abständen von beispielsweise einer Stunde. Es gibt auch Kapseln, die die Dosis für zwölf Stunden enthalten, und die in dieser Dosis enthaltenen Teilmengen von Vitamin C werden zu verschiedenen Zeiten frei gegeben, beispielsweise stundenweise. Mit einer Kapsel für den Tag und einer für die Nacht hat das Immunsystem hier also ununterbrochen eine überdurchschnittliche Menge von Vitamin C zur Verfügung.

 

Es wäre ratsam, bei der jetzt anstehenden Grippewelle die Wirksamkeit einer solchen generellen Unterstützung zu prüfen.

 

Von:

Günter Jursch

 

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